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Lumboischialgie / Lumbalgie

Als Lumbalgie bezeichnet man Rückenschmerzen mit einem chronischen Ursprung (im unteren Bereich der LWS tritt ein lokaler Schmerz auf). Strahlen die Schmerzen weiter bis in die Beine aus, ist in der Regel die Sprache von der Lumboischialgie. Häufig handelt es sich hierbei um muskuläre Kompressionen des Ischiasnerves. Verwechseln sollte man dies aber nicht mit Lumbago (Hexenschuss).

Wie stelle ich eine Lumboischialgie fest?

Lasègue-Test

Als klinisches Diagnose-Verfahren, gilt der Lasègue-Test. Dabei liegt der Patient flach auf dem Rücken, während der Arzt langsam das betroffene, möglichst entspannte und ausgestreckte Bein, im Hüftgelenk passiv um bis zu 90° zu beugen versucht. Ist eine Beugung von 70-80° aufgrund vorher einsetzender Schmerzen in Bein, Gesäß oder Rücken nicht möglich, gilt das Lasègue-Zeichen als positiv.

Tritt der Beugeschmerz bereits bei 45° ein, spricht man von einem "Pseudo-Lasègue", da auch Verspannungen der Rückenmuskulatur zu Beugeschmerzen führen können. Sobald der Schmerz einsetzt, wird der erreichte Winkel dokumentiert.

Vom umgekehrten Lasègue-Zeichen spricht man, wenn bei Überstreckung des gestreckten Beines, ein Schmerz im Hüftgelenk ausgelöst wird. Dies gilt als Zeichen einer Kompression der Nervenwurzeln L3, bzw. L4 des Nervus femoralis.

Was kann ich tun?
Möchte man die Schmerzen therapieren, muss man berücksichtigen, dass man den Schmerzen gegenüber mit der Zeit desensibilisiert wird. D.h., dass man zu einem gewissen Anteil das korrekte Schmerzempfinden verliert. So kann es unter Umständen vorkommen, Schmerzen zu empfinden wo unter normalen Umständen die Nervenzellen gar keine Schmerzen vermelden würden, wie etwa bei normalen alltäglichen Berührungen. Man spricht bei dieser Besonderheit des menschlichen Körpers vom „Schmerzgedächtnis“. Ein Schmerzsignal wird versendet, obwohl ein akuter realer Schmerz überhaupt nicht gegenwärtig ist.

Synonyme

Die Synonyme für die Lumboischialgie sind: Rücken- und Beinschmerz (kurz: Rücken- Beinschmerz), Ischias, Ischialgie, Nervenwurzelschmerz oder auch Radikulopathie.

Welche Therapieansätze gibt es?

Stufenlagerung

Bei leichteren Fällen der Lumboischialgie ist dies eine kurzfristige Maßnahme, bei der durch angewinkelte Beine hauptsächlich die Wirbelsäule entspannt und der Ischiasnerv entlastet wird. Wirksam ist dies besonders bei Schmerzen, welche auf Wurzelreizungen der Nerven zurückzuführen sind. Der Patient sollte möglichst schnell wieder auf die Beine kommen.

Medikamentöse Therapie

Die medikamentöse Behandlung erfolgt nach den Regeln der Schmerztherapie, gemäß des WHO-Stufenplans. Dabei kommen die klassischen Analgetika NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika), als auch schwach bis stark wirksame Opioide, zum Einsatz.

Die Dosierung der Medikamente, bzw. deren Kombinationen, verfolgt das Ziel der Schmerzbeherrschung. Wird dies nicht in angemessener Zeit erreicht, muss ein Schmerzspezialist hinzugezogen werden, da sonst die Gefahr einer Chronifizierung besteht.

Zu beachten gilt hier, dass die Nebenwirkungen der schmerzstillenden Medikamente prophylaktisch mitbehandelt werden müssen. Bei NSAR, ein vorbeugender Magenschutz - bei Opioiden, ein vorbeugender Schutz gegen Verstopfung.

Des Weiteren werden zusätzlich Muskelrelaxantien (Antikonvulsiva), als auch schmerzmodulierende Substanzen (Antidepressiva) eingesetzt.

Infiltrationstherapie

Bei der - auch als therapeutische Lokalanästhesie (TLA) bezeichneten - Infiltrationstherapie, werden örtliche Betäubungsmittel (Lokalanästhetika), direkt in die schmerzende Stelle (Infiltration) oder den schmerzleitenden Nerv (Nervenblockade) injiziert. Dies geschieht durch sehr feine Nadeln, welche den Akupunkturnadeln ähneln. Diese Therapie gilt als sehr wirksame Methode und ist stationär über Wochen hinweg mehrmals täglich durchführbar. Bei einer ambulanten Anwendung hingegen, die nur im Abstand mehrerer Tage durchgeführt wird, bleibt der gewünschte Erfolg meist aus.

 

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